Nach der anstrengenden Tour konnten wir uns im Auto wieder ein bisschen erholen. Wir machten
Unterwegs kamen wir natürlich noch an vielen wunderschönen Seen vorbei mit herrlicher Aussicht auf die Berge. Am Columbia Icefield angekommen konnten wir in dem Restaurant unseres Hotels erstmal den herrlichen Ausblick auf den Athabasca Gletscher genießen. Für den nächsten Morgen hatten wir dort eigentlich eine geführte Gletscherwanderung gebucht. Da es am Abend jedoch ein heftiges Unwetter gab, war der Wanderweg überflutet und somit wurde die Wanderung leider abgesagt. Eigentlich passiert so was ja höchstens einmal im Jahr, wir sind schon echte Glückspilze :-)
Naja, wir haben uns dann halt früher als geplant auf den Weg nach Jasper gemacht und uns entschieden unterwegs wieder ein paar kleinere Wanderungen einzulegen. Nachdem das Wetter auch nicht mehr ganz so schön war, legten wir erst mal eine kurze 3km Wanderung am Beauty Creek ein. Danach ging es dann direkt nach Jasper wo wir erstmal in unserem Chalet eingecheckt haben – Schlafraum mit Kamin, eine kleine Küche und Badezimmer, wirklich schnuckelig! Am Nachmittag haben wir dann erstmal noch einen Bummel durch Jasper gemacht. Wir haben uns dann mal noch etwas Bären-Sicherheits-Ausrüstung besorgt, Bärenglocke und Bärenspray. Wir hatten ja noch einige Wanderungen vor uns und da will man ja gewappnet sein. Einen kleinen Abstecher zu den Athabasca Falls haben wir vor dem Abendessen auch noch eingelegt, wieder wunderschön! Diesen Abend hatten wir uns dann mal gegen Burger und Steak und für ein wirklich leckeres Sushi-Restaurant entschieden. Hatten ja tagsüber nicht so viel Energie verbraucht wie an den Vortagen :-) Am Abend haben wir uns es dann noch mit ein paar Chips und einem Weinchen vor unserem nicht brennenden Kamin gemütlich gemacht :-) An dieser Stelle muss auch mal kurz eine Nacht erwähnt werden (sorry Vanessa, aber die Geschichte muss einfach erzählt werden:-) ) Diese Nacht war nämlich etwas ganz besonderes. Vanessa fand es irgendwie lustig mich im Halbstunden-Rhythmus zu wecken, weil wir eine Motte im Chalet hatten. Die kleinste von uns musste danna uch auf einen Stuhl steigen um sie an der Decke zu beseitigen :-) Nach drei Weckrunden hatte ich die Motte dann anscheinend erwischt, danach durfte ich schlafen :-)
Mittwoch früh haben wir uns dann bei wechselhaftem Wetter auf den Weg zu Mount Edith Carvell gemacht. Der Regen hat dann nachgelassen und wir konnten unsere kleine Wanderung zu einem absolut gigantisch tollen Gletschersee genießen. Die Aussicht war einfach nur fantastisch. Ich stand an dem See und dachte nur
Am Nachmittag sind wir zum Medicine und Maligne Lake gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir eine Caribou Herde gesehen. Aber auf unserer Wanderung sollte es noch besser werden! Wir hatten dann eine etwas andere Art der Begegnung mit einem Moose (Elch) – als wir ihn oder besser gesagt sie, es war eine Elchkuh, zum ersten mal sahen stand sie friedlich auf dem Feld und hat gefressen. Wir haben uns dann ganz ruhig verhalten und ein paar Bilder gemacht. Plötzlich dreht sie sich in unsere Richtung, fängt erst langsam an zu Laufen und dann zu rennen – direkt auf uns zu! Wir waren zwar halbwegs sicher hinter Bäumen am Wegrand versteckt, damit wir wenigstens nicht direkt gerammt werden können, aber ganz geheuer war es uns trotzdem nicht :-)
Wir waren dann beide etwas erleichtert als der Elch ein paar Meter vor uns in die Büsche abgebogen ist und auch nicht mehr zurückkam! Aber Leute, das war ein Erlebnis :-) Ich fand’s super! :-) Auf dem restlichen Wanderweg sind uns dann noch zwei kleinere Hirsche begegnet, die dann aber nicht fangen mit uns spielen wollten, so ein Pech aber auch! Zum Abendessen sind wir dann in die Jasper Brewery gegangen und haben ein herrliches Maple-Syrup mariniertes Steak genossen. Yummie!!! Am Donnerstag sind wir bei Regen (mal wieder) und 8°C aufgebrochen um eine Wanderung auf dem Wilcox Pass zu machen. Nachdem der Regen aber immer stärker und die Temperatur mit zunehmender Höhe auch immer weniger wurde, haben wir die Wanderung dann nach ca. 1,5h abgebrochen. Wir sind dann direkt in unsere nächste Unterkunft bei Sasketchawan River
Außerdem hatten wir ja für diesen Tag mal eine längere Strecke (ca 200km )im Auto vor uns. Unser Ziel war Radium Hotsprings, am Fuß von Kootenay Nationalpark. Aber auf dem Weg haben wir erstmal die Grenze zu British Columbia und den Yoho Nationalpark überquert. Dort haben wir dann auch wieder einige absolut sehenswerte Stops eingelegt – Takakkaw Falls, Emerald Lake und Natural Bridge. Die Natural Bride war wirklich ein natürliche Brücke aus Steinen, über die man einen Fluss überqueren kann oder könnte - ich glaube es war nicht wirklich erlaubt. In Radium Hotsprings angekommen haben wir dann nach einem wieder mal absolut leckeren Abendessen uns noch mal fürs Baden entschieden. Wie der Name schon sagt gab es auch dort Hotsprings, wo wir uns dann in der Abenddämmerung entspannt haben. Für unseren letzten Tag, an dem wir wandern konnten, hatten wir uns noch mal was besonderes vorgenommen. Wir wollten 17km über zwei Pässe im Kootenay Nationalpark laufen. Naja, irgendwie blieb es dann aber auch bei dem vornehmen – wir sind gestartet und nachdem wir nach ca. 3h immer noch kein Schild, kein Aussichtspunkt und noch nicht mal einen anderen Wanderer gesehen haben, haben wir nur eine kurze Pause eingelegt, um zumindest ein bisschen was von der schönen Aussicht genießen zu können, und sind dann wieder umgekehrt. Erst kurz vor dem Ende sind uns dann doch mal zwei andere Wanderer begegnet. Nach der eher etwas enttäuschenden Wanderung haben wir uns dann auf den Rückweg nach Banff gemacht, wo wir noch mal unsere letzte Nacht verbrachten. In Banff haben wir uns noch mal in Ruhe das kleine gemütliche Städtchen angeschaut, haben lecker gegessen und dann nur noch gepackt. Am Sonntagmorgen sind wir dann wieder nach einem sehr guten Frühstück in Evelyn’s Cafe nach Calgary gefahren. Abends um 18:20 ging ja unser Flieger nach Toronto. Ein paar Stunden hatten wir noch in Calgary, die wir dann in einer Mall und den Devonian Gardens verbracht haben. Praktisch in der Mall angelegt kann man sich dort nach anstrengendem Shopping bei fließendem Wasser, Vogelgezwitscher und umgeben von schönen Blumen ausruhen. Wirklich eine kleine Oase.
So, das war es jetzt von meinem bislang längsten Urlaub, wie man wahrscheinlich auch an der Textlänge merkt :-) Sorry, aber irgendwie muss ich euch ja erzählen was ich da alles so erlebt habe.
Naja und für diejenigen, die es lieber kurz und knackig mögen:
2 Mädels, 9 Tage, 4 Nationalparks und viele Bären - AWESOME, EH!
Liebe Grüße
Sabrina

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